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Leistungsbeurteilung

Alternative Leistungsbeurteilung

Entwicklungen im Unterricht ziehen immer wieder auch Veränderungen im Beurteilen und Bewerten nach sich. Die unserem Unterricht zu Grunde liegenden Werthaltungen lassen sich mit herkömmlicher Ziffernbeurteilung nur unzureichend in Einklang bringen. Ermutigung und Stärkung der Persönlichkeit, Wertschätzung und Förderung individueller Fähigkeiten, Förderung sozialer Werthaltungen und positive Einstellung zum Lernen aus Fehlern, erfordern besondere Formen der Beurteilung und Rückmeldung.
Aus diesem Grund arbeiten wir in den letzten Jahren mit Entwicklungsportfolios. Portfolio geht immer davon aus, was der Schüler kann, dadurch wird das Selbstbewusstsein gestärkt und die Motivation Neues zu lernen ist groß. Das Kind lernt, die eigenen Arbeiten auszuwerten und wird sich des eigenen Lernstils bewusst.
So kann der Bildungsprozess zunehmend selbst gesteuert werden, Arbeitsschritte werden selbst geplant. So können die Lernleistungen der Kinder individuell abgebildet werden, wir können sie somit besser unterstützen. Die Kinder arbeiten möglichst selbstständig und eigenverantwortlich an der Erreichung der Ziele.

Die Unterrichtsziele wurden von uns kindgerecht formuliert und sind den Kindern und den Eltern bekannt.
Aus den laufenden Beobachtungen und Notizen während des Schuljahres werden zusätzlich persönliche Briefe an die Kinder verfasst und dem Portfolio beigelegt. Die wesentlichen Kriterien dabei sind behutsame Formulierung, Ausgewogenheit von positiven Aspekten und Kritik, Anregungen zur persönlichen Weiterentwicklung, Verpflichtung zur Wahrheit – keine Beschönigung. Der Tenor des Briefes ist Ermutigung.

Ein Notenzeugnis gibt es nur in der vierten Schulstufe, da dies für die Anmeldung in weiterführende Schulen notwendig ist.


Laufende Beurteilungen während des Unterrichtsjahres:

  • Neben regelmäßigen Lernzielkontrollen und Lernstandserhebungen stellen ständige begleitende Rückmeldungen im Arbeitsprozess (verbal und schriftlich) einen wichtigen Eckpfeiler förderlicher Selbsteinschätzung dar.
  • In Referaten, Buchvorstellungen und Projekten haben die SchülerInnen die Möglichkeit erworbenes Wissen zu präsentieren.
  • Für die SchülerInnen der 2. und 3. Stufe wird ein Lesetest durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse werden ins Eltern – Schüler – Lehrer – Gespräch eingebracht und Anregungen zur Weiterentwicklung des Leselernprozesses gegeben.
  • Förderprotokolle werden erstellt und liegen in der Schulkanzlei auf.

Portfolio

Die SchülerInnen aller Schulstufen sammeln während des Schuljahres Arbeiten als „Beweisstücke“ ihrer Leistungen in einer Mappe. Sie werden sich bei der Auswahl und Begründung erreichter Lernziele bewusst, dies stärkt das Selbstvertrauen und erhöht die Lernmotivation. Der Leistungsstand wird nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt festgestellt, sondern die individuelle Leistungsentwicklung und Begabungsschwerpunkte werden über einen längeren Zeitraum hinweg sichtbar gemacht.


Wir haben die zu erreichenden Ziele in überschaubare Zeiträume untergliedert. Die Ziele in Mind Map Form bieten einen guten Überblick, Zusammenhänge können sofort sichtbar gemacht werden. Das Kind wählt ein zu erarbeitendes Ziel, bearbeitet dies mit den vorhandenen Materialien weitgehend selbstständig und holt sich dann Hilfe, wenn es sie braucht. Das Kind entscheidet selber, wann es die Erreichung des Zieles beweisen kann. Diese individuellen Beweise werden zusammen mit selbstgewählten Arbeiten im Portfolio gesammelt. Der gelungene Beweis wird mit den LehrerInnen besprochen, dann kann das Ziel auf der Mind Map als erreicht markiert werden.
Die Portfoliomappe ist eine gute Möglichkeit, um mit dem Kind über die eigene Entwicklung zu sprechen und persönliche Ziele gemeinsam zu formulieren. Das Portfolio ist Grundlage für Elterngespräche, Stärken und Schwächen werden sofort sichtbar und wir können Kinder und Eltern gezielter unterstützen.


Anhang:

  • Beispiel für ein Ziele – Mind Map in Deutsch und in Mathematik
  • Beispiel für eine Mind Map Religion
  • Beispiel für eine Materialliste mit Beweisen
  • Beispiel für ein Selbstbeobachtungsprotokoll für das Arbeits- und Sozialverhalten

Umsetzung

Bei den nachfolgenden Beispielen finden Sie die Umsetzungsabläufe:

Zielearbeit.pdf

1Epoche.pdf

3Epoche.pdf

MeineMappe.pdf

 

Selbstbeobachtungsprotokoll